Die Geschichte der Tinggade

Tinggade entstand durch einen Durchbruch durch die Sct. Hansgade im Jahr 1922, bei dem die bestehenden Gebäude Sct. Hansgade Nr. 14 und 16 abgerissen wurden.

Bevor die Straße Tinggade hieß, hieß sie Nygade, da es sich um eine neue Straße handelte. Der Name erscheint auf den ersten Karten aus den 1920er Jahren und auf Steuerlisten aus dieser Zeit. Die Polizeiwache (Tinghuset) am Ende der Straße war noch nicht gebaut. Irgendwann zwischen 1926 und 1930 wurde der Straßenname in Tinggade geändert. 

In den ersten Jahren war die Straße am südlichen Ende auf beiden Seiten unbebaut und wurde nur von den bestehenden Häusern flankiert. In den folgenden zehn Jahren wurden auf beiden Seiten der Straße Häuser mit Geschäften im Erdgeschoss und Wohnungen im ersten und zweiten Stock gebaut.

Das Gerichtsgebäude wurde 1933 an der Ecke Tinggade und Møllegade errichtet, und die Tinggade war nun auf beiden Seiten der Straße bewohnt. Ab 1928 befand sich auch das Postamt auf der Westseite der Tinggade.

Stadtplanung und Stadterweiterung

Der Bau der Nygade/Tinggade war eine Folge des Kaufs der Felder von Klostergården durch den Stadtrat von Ringsted im Jahr 1917.

Tinggade_Ringsted Archiv

Der Stadtrat von Ringsted schrieb 1919 einen Architekturwettbewerb aus. Architekt Steen Eiler Rasmussens reichte hierfür einen Stadtplan ein, der später größtenteils umgesetzt wurde. Er berücksichtigte die ehemaligen landwirtschaftlichen Felder im Gebiet westlich der Kirche von Sct. Bendts im Süden bis zum Bahnhof und im Osten Richtung Køgevej und plante neue Straßenverläufe. Die Tinggade sollte als Verbindung zur Søgade und zum Torvet zwischen den neu entstandenen Wohngebieten im Süden entlang der neuen Jyllandsgade und der neuen Sjællandsgade dienen.

Geschäfte und Verkehr in Tinggade

Forretninger

Seit ihren Anfängen in den 1930er Jahren war die Tinggade eine belebte Einkaufsstraße mit Fotografen, Uhrmachern und Färbereien. Hier gab es einen Milchladen, das Kolonialhaus und einen Sandwichladen. Außerdem gab es eine Stickerei, Bekleidungsgeschäfte, Friseure, einen Baumarkt und ein Brautmodengeschäft. Die örtliche Ringsted-Niederlassung der Dänischen Nationalen Telefongesellschaft hatte in den 1960er Jahren eine Telefonzentrale in der Tinggade. Außerdem beherbergte die Tinggade zwei Kinos: Kino (Nr. 9) und Bio (Nr. 6).

Verkehr

Als die Nygade 1922 gebaut wurde, gab es kaum Verkehr. Der zunehmende Verkehr in der Straße führte zu einem immer größeren Anteil an Autos, Radfahrern und Fußgängern. Um den Verkehr zu entlasten, wurden Bürgersteige, Radwege, Parkplätze und sogar ein Kreisverkehr vor dem Gerichtsgebäude gebaut.

Für einen kurzen Zeitraum von 2003 bis 06 wurde die Tinggade sogar in eine Fußgängerzone umgewandelt, um den Fußgängern im Stadtzentrum mehr Platz zu bieten. Heute ist die Tinggade eine Einbahnstraße.

Tinggade_Ringsted Archiv

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