Restaurierung der Fischerhütte von Kongsøhav

Kongsøhav jættestue wird von der dänischen Agentur für Paläste und Kultur in Zusammenarbeit mit dem Morsø Forest and Nature Service und dem Museum West Zealand restauriert.

Erfahrene Mitarbeiter der Dänischen Agentur für Paläste und Kultur sind für die Restaurierungsarbeiten verantwortlich, während Archäologen des Museums Vestsjælland an den Arbeiten und Registrierungen teilnehmen. Die Bauarbeiten werden vom Morsø Forest and Nature Service durchgeführt.

Kongsøhav Riesenzimmer

Kongsøhav, oder Kongsøhøv, oder Kongshøj jættestue – Eines der vielen neolithischen Wahrzeichen auf der Halbinsel Røsnæs. Von der Straße aus gesehen ähnelt es am ehesten einem Dolmen, von denen es in der Gegend mehrere Exemplare gibt. Das liegt aber daran, dass ihm etwas fehlt: Er war einst doppelt so lang wie heute, hatte einen langen Korridor nach Osten und war zumindest teilweise von einem Erdhügel bedeckt.

Doch irgendwann, wahrscheinlich Mitte des 1800. Jahrhunderts, verschwand ein Großteil der Steinkonstruktion. Die großen Steine ​​wurden vermutlich entfernt – vielleicht gesprengt – entweder um sie als Baumaterial zu verwenden oder weil sie bei landwirtschaftlichen Arbeiten störten. Auf diese Weise gingen viele Dolmen und riesige Höhlen des Landes verloren.

Ein großer Teil des Grabes von Kongsøhav steht noch und wurde 1941 unter Schutz gestellt. Allerdings haben Wind, Wetter und Feldarbeiten im Laufe von etwa 5000 Jahren es abgetragen und dazu geführt, dass der Erdhügel um die Grabkammer fast verschwunden ist. Die heute sichtbaren Reste der Steinkammer stehen frei und unverhüllt in der Landschaft. Die Seitenwände beginnen nachzugeben und der große Deckstein droht einzustürzen.

Im Jahr 2021 wurde der Riesenraum deshalb bei Einsturzgefahr abgeriegelt und seitdem liegt der Riesenraum hinter Schutzbändern und Spanplatten verborgen – und wartet auf Rettung.

Daher ist es eine große Freude, dass neue Zuschüsse des dänischen Parlaments es der dänischen Agentur für Paläste und Kultur nun ermöglichen, die Jættestuen zu restaurieren und zu sichern. Bald wird Kongsøhav wieder als sichtbares Wahrzeichen entlang des Røsnæsvej stehen und uns alle an die Kulturlandschaft und Geschichte erinnern, zu der wir gehören.

Der Wiederherstellungsprozess – was muss passieren

Die Sanierung erfolgt durch Abheben der Pflastersteine ​​mit einem Kran. Anschließend muss der Tragstein ausgerichtet und fixiert werden. Die Reinigung der Kammer muss mit sanfter Hand erfolgen. Anschließend wird ein Teil des verschwundenen Hügels um die Steine ​​herum wieder aufgebaut, um den Raum des Riesen für die Zukunft zu sichern.

Die Restaurierung wird im Mai stattfinden und Besucher werden bei einem Tag der offenen Tür die Möglichkeit haben, den riesigen Raum zu besichtigen und mehr über die Arbeiten zu erfahren.

Riesige Räume

Die Riesengräber wurden vor rund 5000 Jahren als Gemeinschaftsgräber errichtet. Die Jættestuerne waren der Höhepunkt einer Periode der Jungsteinzeit, als diese monumentalen Grabdenkmäler errichtet wurden. Im Gegensatz zu den Dolmen, die älter sind als die Riesenkammern, haben Riesenkammern einen langen, schmalen Gang quer durch die Kammer. Daher auch der Name „Gangway-Gebäude“. Der Flur ermöglicht es, die Kammer immer wieder zu besichtigen.

Für damalige Verhältnisse waren für den Bau dieser riesigen Räume sehr große Ressourcen erforderlich und sie wurden in einem relativ kurzen Zeitraum von ca. 3300 v. Chr., danach wurden sie jedoch während der gesamten restlichen Jungsteinzeit und bis zum Beginn der Bronzezeit (1700 v. Chr.) für Bestattungen verwendet. In den Hügeln finden sich oft auch vergrabene Urnengräber aus der Spätbronzezeit.

In Dänemark sind es ca. 500 riesige Höhlen, aber es könnten zehnmal so viele gewesen sein. Die Riesenhöhlen erhielten ihren Namen, weil man im Volksglauben glaubte, diese großen Monumente seien von Wesen mit übernatürlichen Kräften – wie etwa Riesen – erbaut worden.

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Morsø Wald- und Naturdienst

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