Erhaltung des Gislinge-Bootes
Erhaltung
Nach der Ausgrabung wurde das Boot an die Konservierungsabteilung des Nationalmuseums geschickt, wo ein langwieriger Konservierungsprozess begann. Der Baum, der über 800 Jahre lang durch den Schlamm des Fjords geschützt war, musste nun stabilisiert werden, um ausgestellt werden zu können.
Durch Imprägnierung mit Polyethylenglykol (PEG) und einem fortschrittlichen Gefriertrocknungsverfahren blieb die ursprüngliche Form des Gislinge-Bootes erhalten. Ein langwieriger Prozess, der sich über mehrere Jahrzehnte erstreckte, da das Boot fast 20 Jahre in Imprägniertanks warten musste, bevor mit der Gefriertrocknung selbst begonnen werden konnte. Bei der PEG-Behandlung wurde das Wasser in den Holzzellen durch eine Art Wachs ersetzt, sodass das Holz beim Trocknen nicht zusammenfällt.
Die Gefriertrocknung erfolgte bei sehr niedrigen Temperaturen und dauerte mehrere Monate. Um sicherzustellen, dass die Planken ihre ursprüngliche Form behielten, wurden sie während der Gefriertrocknung, einer speziell für die Schiffskonservierung entwickelten Technik, in speziell angefertigten Formen fixiert.
Nach dem Trocknen wurde jedes Brett und jeder Rahmen gereinigt und die Fragmente sorgfältig wieder zusammengefügt, um die Struktur des Bootes wiederherzustellen. Die Arbeit erforderte äußerste Präzision, da das Boot stabilisiert werden musste, ohne seine charakteristischen Merkmale aus der Wikingerzeit und dem Mittelalter zu verlieren.
Das Ergebnis dieser jahrelangen Bemühungen ist, dass das Gislinge-Boot heute als eines der am besten erhaltenen Boote seiner Zeit in der Ausstellung im Holbæk Museum erscheint.
Bild 1: Ein Blick in den Gefriertrockner. Durch das Fenster ist eines der Holzteile des Gislinge-Bootes zu sehen. Fotomuseum Westseeland.
Bild 2: Teile des Gislinge-Bootes nach der Konservierung und bevor die Teile 2024 zum Holbæk Museum transportiert wurden. Foto Museum Vestsjælland.