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An einem Sommertag im Jahr 1993 musste ein Bauer aus Gislinge auf seinem Feld einen kleinen Teich ausheben. Er kam jedoch nicht weit, bevor er auf etwas Hartes stieß – die Überreste eines Bootes, die etwa einen Meter unter Erde verborgen waren. Der Baum war alt, aber gut erhalten und durch die feuchte Schicht aus Sand und Schlamm geschützt.

Das Gebiet, das heute trockenes Land ist, war einst Teil des Lammefjords, eines Arms des Isefjords, der im späten 1800. Jahrhundert trockengelegt wurde. Es erklärte, wie ein Boot mitten auf einer Wiese liegen konnte, weit entfernt von der heutigen Küste.

Der Fund war überraschend und Archäologen des Holbæk-Museums und des Nationalmuseums wurden hinzugezogen, um die Stätte genauer zu untersuchen. Schon beim ersten Hinsehen war klar, dass es sich um ein Klinkerboot handelte, ein Schiffstyp, wie er aus der Wikingerzeit und dem Mittelalter bekannt ist.

Das Boot lag in einer leichten Schräglage, wobei der Bug etwas tiefer lag als das Heck, was vermutlich auf die Bewegung von Sedimenten im Laufe der Jahrhunderte zurückzuführen war. Bei ersten Untersuchungen stellte sich heraus, dass das Holz des Bootes überwiegend aus Eiche bestand, einige der zahlreichen Reparaturflicken waren hingegen aus Buche.

Die Archäologen entschieden schnell, dass das Boot ausgegraben und für die Nachwelt erhalten werden sollte.

Die Karte Nordwestseeland der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften aus dem Jahr 1771.

Bild 1: Die Karte Nordwestseeland der Dänischen Akademie der Wissenschaften aus dem Jahr 1771. Die Karte zeigt deutlich die Ausdehnung des Lammefjords vor der Stauung im Jahr 1873. Der Standort des Gislinge-Boots ist bei Hagested Øer markiert, das auf der Karte als Langøe bezeichnet wird.

Das Gislinge-Boot wurde 1993 in Gislinge gefunden. Foto: Nationalmuseum.

Bild 2: Die Fundstelle des Gislinge-Bootes in Gislinge im Jahr 1993. Foto Nationalmuseum.

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