Von New York nach Kalundborg – die Lundbye-Malerei kommt nach Hause
Dank einer großzügigen Spende der Bent O. Jørgensens Stiftung konnte das Museum Vestsjælland bei einer Auktion in New York ein ganz besonderes Werk von Johan Thomas Lundbye erwerben. Das Gemälde mit dem Titel „Schiffe im Hafen des Kalundborgfjords“ stammt aus dem Jahr 1846 und zählt somit zu Lundbyes Spätwerken. Es stammt aus der Privatsammlung des Amerikaners John L. Loeb, der von 1981 bis 1983 US-Botschafter in Dänemark war und eine der größten privaten Sammlungen dänischer Kunst des Goldenen Zeitalters außerhalb Dänemarks besitzt. Das Motiv ist eng mit der Region verbunden und von großer Bedeutung für das Kalundborg Museum – sowohl kunsthistorisch als auch topografisch und kulturhistorisch. Es zeigt den inneren Fjord, der später aufgestaut und trockengelegt wurde und den Namen „Rejepytten“ erhielt. Heute befindet sich dort das Gebiet Elmegade. Das Gemälde ist in Jens Balslevs Buch über Lundbye und Kalundborg abgebildet. Neben dem Motiv selbst ist das Gemälde auch deshalb interessant für das Museum, weil wir bereits ein Gemälde von Lundbye aus derselben Serie besitzen, das die gesamte Ansicht von der gegenüberliegenden Küste aus zeigt. Außerdem haben wir eine der Vorarbeiten zu diesem Gemälde in Form eines Aquarells. Johan Thomas Lundbye (1818–1848) wurde in Kalundborg geboren und wuchs dort auf; viele seiner Motive fand er in der Gegend. Die Gemälde sind nicht nur Kunstwerke – sie sind Teil der Geschichte und des Selbstverständnisses von Kalundborg. Wir freuen uns darauf, das Gemälde nach Hause zu holen und es so bald wie möglich im Kalundborg Museum auszustellen, wo wir bereits eine Ausstellung mit Gemälden von Lundbye aus der Region zeigen. Lesen Sie hier mehr über die Ausstellung.



