Das Museum Vestsjælland beteiligt sich an einer Forschungsgruppe, die von der Augustinus-Stiftung 4,5 Millionen Kronen für die Erforschung der nachhaltigen Erhaltung von Wikingerschiffen erhält.
Alte Eichenkonstruktionen, wie zum Beispiel Wikingerschiffe, vermitteln uns wichtige Erkenntnisse über Dänemarks Vergangenheit und schaffen eine greifbare Verbindung zu den Menschen, die damals dort lebten.
Daher ist es wichtig, alte Eichenfunde konservieren zu können. Eine anerkannte Methode ist das Einlegen des Holzes in Wasser. Solange es dort liegt, bleibt es unbeschädigt. Nach dem Ausgraben benötigt es jedoch eine sorgfältige Konservierung und ein stabiles Umgebungsklima, um seine Lebensdauer zu verlängern.
Die Klimatisierung der Museen, in denen die Schiffe gelagert werden, ist sehr energieintensiv. Daher ist es wichtig, genau zu wissen, wie empfindlich das konservierte Holz auf Schwankungen der Temperatur und Luftfeuchtigkeit reagiert.
In den kommenden vier Jahren wird ein Forscherteam originale Wikingerschiffe analysieren, darunter auch das Gislinge-Boot, das im Holbæk Museum ausgestellt ist, um zu untersuchen, wie sich der Zustand des Holzes und die Konservierungsmethode auf seine Haltbarkeit auswirken, wenn wir das Umgebungsklima in den Museen verändern.
Ziel ist es, zu prüfen, inwieweit die strengen Klimaempfehlungen der Museen gelockert werden können, ohne die langfristige Erhaltung der Ausstellungsstücke zu gefährden. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für neue, energiesparende Klimaempfehlungen, die eine nachhaltige Pflege der Wikingerschiffe der Museen gewährleisten und gleichzeitig unser kulturelles Erbe für die Zukunft sichern.
Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Konservierung der Königlichen Akademie, dem Nationalmuseum, der Universität Kopenhagen, dem Wikingerschiffsmuseum und dem Museum Vestsjælland.
Forschungskoordinator Jonas Abkjær Andersen, Museum Vestsjælland, sagt: „Das Holz, aus dem das Gislinge-Boot gefertigt ist, ermöglicht uns heute einen direkten Einblick in die Techniken und Fertigkeiten der damaligen Bootsbauer. Wir freuen uns daher auf das neue Forschungsprojekt, das uns noch mehr Erkenntnisse darüber liefern wird, wie wir dieses einzigartige Kulturerbe am besten bewahren können.“



